Landhotel Alte Post (Müllheim)

Das Gasthaus

Literarische Ehren

Es gibt nur wenige Gasthöfe, die dauerhaft in der Literatur Eingang gefunden haben – die ‚Alte Post’ in Müllheim gehört dazu. Der alemannische Dichter schlechthin, Johann Peter Hebel (1760 – 1826), hat sie 1807 in der ersten Strophe seines Gedichts ‚Der Schwarzwälder im Breisgau’ poetisch verewigt.

‚Z’Müllen an der Post... (siehe Bilder)

Hebel konnte diese Verse nur schreiben, weil er Gewissheit hatte, dass die Post schon damals ein traditionelles Gasthaus war. Die wechselvolle "Post" - Geschichte zwischen 1746 und 1950 bitte im Kapitel ROLLE IN DER GESCHICHTE nachlesen.



Lithografie um 1900 - BILDER durch Anklicken VERGRÖSSERN


Der erste Posthalter, Friedrich Heidenreich, erweiterte 1745 die "Post" zu dem stattliches Bauwerk wie wir es heute kennen ...

und wie sich das Haus bereits zu Zeiten Johann Peter Hebels präsentierte (hier die grüngewandete "Alte Post" in einem Gemälde aus der Zeit Hebels, also zwischen 1760 und 1826).

Neuzeit

1950 regte man in einer Sitzung des Hebelbundes an, dass aus der Post ‚“eine Stätte werden solle, in der dem Gast etwas Besonders geboten werden solle. Wer Einkehr halte, solle einen Begriff bekommen vom Markgräflerland, der Heimat Hebels. Es soll keine städtische Sache, sondern eine Landgaststätte werden, welche die Markgräfler Kultur wiedergibt.“
Doch 1955 wurde das gesamte Anwesen an die Deutsche Motelgesellschaft verkauft, welche das denkmalgeschützte Gebäude bis 1957 für autoanreisende Gäste mit Wirtsstuben, Zimmern, großzügigem Parkplatz, Schwimmbad, Autohalle und Tankstelle ausbaute. Doch die einst stark frequentierte Bundesstraße 3 verlor zunehmend an Reisenden, denn ab 1962 war die neu gebaute Rheintalautobahn durchgängig bis Basel befahrbar!

1986 kaufte Heiner Mack dann das gesamte Anwesen.
Heiner Mack erinnert sich an die Anfangszeiten, die nun über 20 Jahre zurück liegen: „Das Hotel lag wie ein krankes Postpferd da. Es lahmte und war überall verwundet. Normalerweise hätte man es notschlachten müssen. Das einzige, was es noch hatte, waren die jung leuchtenden Augen… wir umsorgten daher das Tier Tag und Nacht – zusammen mit unseren 35 Mitarbeitern, die es ständig mit Begeisterung pflegten – das Haus lag im Dornröschenschlaf – es gab hier keine Gastfreundschaft…“
Gastlichkeit in Einklang mit der Natur haben sich Uschi und Heiner Mack auf ihre Fahnen geschrieben. Das Hotel war 1991 Umwelthotel des Jahres (NGZ), was seitdem ständige Motivation zu weiteren Verbesserungen ist und manchem Hotelbetrieb als Modell dient! .

Selbstverständlich ist Johann Peter Hebel eine separate gemütliche Stube eingerichtet, die seit 2008 mit einen 150 Jahre alten Eichenboden mit acht Zentimeter dicken Dielen ausgelegt ist – in der ‚Alten Post’ baut man aus Überzeugung und mit einer Mischung aus historischen Materialien und modernen Elementen für die Zukunft…


Texte: Matt-Willmatt / Kierey / Ebner
Aktualisiert: September 2015

Ab 1955 wurde die "Alte Post" von der Deutschen Motelgesellschaft betrieben und hieß >Euro Motel<. Aus dieser Zeit stammen die beiden Ansichten - oben die damals noch völlig unbebaute Umgebung der Alten Post.

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Essen und Übernachten

Bioqualität und beste Zutaten aus der direkten Nachbarschaft prägen die traditionell badische Küche der ‚Alten Post’, die in allen wichtigen Gourmetmagazinen und Gourmetführern prominent vertreten ist. Olaf Wortmann, seit 1998 Küchenchef, hat 2008 auch einen neuen Arbeitsplatz für sich und seine acht Mitarbeiter bekommen – und man kann der emsigen Küchenbrigade bei einem Gang um die Küche durch große Fenster hindurch bei ihrem Wirken zusehen. Der Lipburger Bildhauer Gerhard Helmers hat ein 32 m langes Fliesenband entlang des Küchenrundgangs künstlerisch gestaltet.

Schon 1996 wurde das Untergeschoß und die Sanitäranlagen mit heimischen Baustoffen originell und in satten Erdfarben restauriert, von 1998 bis 2002 die bestehenden drei Etagen umgebaut und die Zimmer mit 110 Gästebetten auch neu möbliert. In der neu gestalteten Vinothek und in einem für Gäste begehbaren Weinkeller kommen Markgräfler Gastlichkeit und Lebensart zum Ausdruck – die ehemalige Hotel-Lobby ist nun Weinloft und auch mit einer Hotelbar ausgestattet. Im Innenhof ist ein lauschiges Gartenrestaurant angelegt!



    Gemälde von F. Lederle 1887
    Landhotel Alte Post
    Familie H. Mack
    Posthalterweg / B 3
    79379 Müllheim
    Telefon: +49 (0)7631 / 1 78 70
    Fax: +49 (0)7631 / 17 87 87
    eMail: info@alte-post.net
    http://www.alte-post.net

    Ruhetage: Kein Ruhetag

    Historische Gasthäuser
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