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Bild vergrößern Sulzburg 1643, nach Matth. Merian
Bild vergrößern Marktplatz Sulzburg um 1900

Silber- und Erzbergbau

Steinzeitlicher Bergbau
Vor noch nicht allzu langer Zeit wurden im Sulzbachtal kleine, etwa 5000 Jahre alte Stollen entdeckt. Sie gehören zu den ältesten Bergbauzeugnissen Europas. Es wurde Hämatit abgebaut, ein Eisenerz, das gemahlen ein intensiv rotes Pulver ergibt und für kultische Zwecke benutzt wurde.

Römischer Bergbau
Nordöstlich von Sulzburg fand man Reste römischer Bergbau- und Verhüttungsbetriebe. Man entdeckte neben Erzresten und Mahlsteinen auch Reste von Gebrauchskeramik, die eine Einstufung in das 2.und 3. Jahrhundert n. Chr. erlauben. Hier wurden Silber, Blei und andere Erze abgebaut und in nahe gelegenen Erzmühlen und Schmelzöfen weiterverarbeitet.

Blütezeit
Urkundlich belegt wird der Bergbau bei Sulzburg im Jahre 1028. Das Stadtsiegel ist seit 1283 bekannt, es ist das älteste Städtewappen mit Bergbau-Darstellung. Dargestellt ist ein Bergknappe, der mit einer Fackel in der linken Hand und einer geschulterten Keilhaue in eine Erzgrube einfahren will. Ein Engel, der auf einem Berggipfel über dem Stollenmundloch sitzt, weist auf den sechsstrahligen Stern - ebenso wie die unten dargestellte Jungeiche ein Sinnbild der Hoffnung auf eine hohe Silberausbeute. Das Siegel belegt die frühe Identifikation der Stadt mit dem Bergbau. Es hat sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals verändert, insbesondere in der Ausgestaltung des Engels und des Knappen.
Im 13. und 14. Jahrhundert muss der Bergbau nahe der Stadt so ertragreich und intensiv gewesen sein, dass die Stadt wuchs und das wirtschaftliche Leben florierte. Um 1560 sollen nahe der "florisanten" Bergstadt bis zu 500 Knappen in den Silbergruben und Verhüttungsbetrieben gearbeitet haben.
Bild vergrößern Lorenwagen
Bild vergrößern Siegel der Stadt Sulzburg. Erstmals im Jahre 1283 auf einer Urkunde in Sulzburg erschienen.
Bild vergrößern Verleihungsurkunde von Kaiser Konrad II. mit der dem Bischof von Basel die Rechte am Bergbau im Münstertal, Sulzburg, Badenweiler und anderen Orten übertragen wurde.
Bild vergrößern Hämatitbergbau im Sulzbachtal

All dies und noch viel mehr über die Geschichte des Bergbaus in Baden-Württemberg können Sie im Landesbergbaumuseum in Sulzburg sehr anschaulich erfahren. Beherbergt an einem außergewöhnlichen Platz - der ehemaligen Stadtkirche von Sulzburg, die vom badischen Staatsbaumeister Heinrich Hübsch 1836 fertig gestellt wurde.

Hier ist auch der Ausgangspunkt für eine bergbaugeschichtliche Wanderung. Der Weg ist sehr familienfreundlich und vermittelt Eindrücke aus dieser einstmals blühenden Bergbaustadt. Auf dem 5 Kilometer langen Rundweg finden sich zerfallene Schmieden, abgebaute Erzgänge sowie Reste aus mittelalterlicher und sogar römischer Zeit.
Bild vergrößern Wegmarkierung des bergbaugeschichtlichen Wanderweges der beim Landesbergbaumuseum beginnt.
Bild vergrößern Schwarzwälder Bergmann um 1820