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Das Rebgut Haltnau

Seit 1272 gehört die Haltnau zur Spitalstiftung der Spitalkellerei Konstanz. Das ist besonders interessant, weil dieses Hofgut auf der anderen Seeseite und Meersburger Gemarkung liegt. Als Schenkung des Edelfräulein "Wendelgard von Halten" soll gemäß einer bekannten Sage (siehe unterhalb der Bilder) der Besitz seinerzeit an die Stadt Konstanz gekommen sein.

Sage hin, Wendelgard her - gemäß einer Urkunde des Konstanzer Stadtarchivs machte am 6. November 1272 der Konstanzer Bürger Ulrich, genannt Sumbri, dem Heilig-Geist-Spital in Konstanz einen Weinberg in ‚Halthuon‘ mit der Maßgabe zum Geschenk, dass das Spital nach seinem Tod seiner Witwe Adelheid jährlich 20 Eimer Wein (das sind rund 1.400 Liter) abgeben müsse.

Wie auch immer, ein Abstecher auf die Haltnau (z.B. via Autofähre) lohnt immer. Der ursprüngliche Charakter des Hofgutes und beliebten Ausflugslokals wurde bewahrt und neben den gastronomischen Angeboten hinterlassen die ideale Lage zu Füßen eines Weinberges mit direktem Blick auf den Bodensee schönste Erinnerungen.
Bild vergrößern Die Haltnau, Kulturdenkmal und gastronomisches Kleinod am Meersburger Seeufer, hat sich zum bedeutenden Aushängeschild
Bild vergrößern der Spitalstiftung Konstanz entwickelt. Seit 2016 betreibt Hubert Böttcher
Bild vergrößern den historischen Gastronomiebetrieb der Haltnau. Sein Kompagnon Stephan Düringer die Spitalkellerei.
Bild vergrößern Man möchte die Kellerei und das Rebgut Haltnau künftig mehr zusammenwirken lassen (oben: Haltnau Restaurant in den historischen Räumen).

Die Legende von Wendelgard...

besagt, dass die Spitalstiftung Konstanz den Besitz der Haltnau einer unansehlichen ("schweinsrüsseligen") Dame namens Wendelgard von Halten zu verdanken habe. Diese lebte in Meersburg und obwohl sie die Besitzerin des schönen Rebguts war, wurde sie von den Menschen gemieden und musste ihr Essen allein aus einem silbernen Trog zu sich nehmen. So bot Wendelgard ihr Gut der Stadt Meersburg unter der Bedingung an, dass täglich ein Ratsherr mit ihr speiste und sie sonntags, ebenfalls in Begleitung eines Ratsherrn, eine Ausfahrt machen dürfe. In Varianten dieser Sage mussten sich die Ratsherren dann noch mit einem Kuss von Wendelgard verabschieden. Dies lehnten die Meersburger angeblich nicht direkt ab, überlegten jedoch zu lange. Die alternativ angefragten Konstanzer fackelten nicht und gingen unverzüglich auf das Angebot ein. Wendelgard bekam der Legende nach einen Platz im Konstanzer Spital zum Heiligen Geist auf der Marktstätte, soll dort über 90 Jahre alt geworden sein und viele Konstanzer Ratsherren, welche ihr die gewünschten Dienste geleistet hatten, überlebt haben.
Bild vergrößern Wendelgard beim Butzenlauf (Bild: Alt Konstanzer Hansele, s. Link oberhalb)
Bild vergrößern Eine witzige Idee: der neue "Wendelgarten am See" vor dem Rebgut Haltnau