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Historische Gasthäuser
Konstanz
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Anekdoten & Mehr

Der Reformator Jan Hus (1369-1415) war im Insel Hotel interniert

Hus stammte aus Südböhmen, studierte in Prag und promovierte dort 1396 zum Magister. Danach lehrte er und besuchte die theologische Fakultät. Hus hatte wie Wyclif den klaren Standpunkt, dass nur die Bibel als (einzige) Autorität in Glaubensfragen gelten könne.
1414 reiste der Glaubensmann auf Drängen König Wenzels und König Sigismunds zum Konstanzer Konzil. Obwohl ihm freies Geleit versprochen wurde nahm man den Reformator kurz darauf in Haft. Am 6. Juli 1415 wurde er auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Umfassende Informationen zum Thema Jan Hus werden für Sie mit einem Download und verschiedenen Links angeboten (ganz unten auf dieser Seite).
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Bild vergrößern Links: in diesem Turm an der Seeseite des Insel Hotels schmachtete Jan Hus 89 Tage lang. In dem engen Raum über einer offenen Latrine wurde er drei kalte Wintermonate lang immer wieder verhört. Man kann sich nur mit Grausen vorstellen, was Hus erduldete.
Bild vergrößern Die Richental Chronik zeigt die Verbrennung von Hus und das zerstreuen seiner Asche in den Rhein
Bild vergrößern Dies soll ein Fragment vom Gewand des tschechischen Reformators Jan Hus sein (s. dazu auch Downloadangebot, unten). Bild: Bad.Landesmuseum

Abschließend noch eine "harmlose" Heiligenlegende - wie der Reformator wohl diese beurteilt hätte?

Der Heilige Konrad bei der Dominikanerinsel

Vom heiligen Konrad, dem Konstanzer Bischofe aus dem vornehmen Geschlecht der Welfen wird berichtet, er habe von Natur nicht gerne fasten wollen. Darum sei er einst an einem Fastentag, um sich zu zerstreuen und nicht in Versuchung geführt zu werden, wenn er andere essen sehe, mit einigen Fischern an das Eichhorn hinausgefahren. Da jedoch die Fischer auf Abrede seiner Diener den Tag sehr lange hinzogen, damit Konrad länger als sonst zu fasten gezwungen würde, plagte den Heiligen plötzlich der Hunger, als seine Zeit gekommen war, da er zu essen pflegte. Er trat aus dem Schiff hinaus auf das Wasser, segnete die Fischer und ging, der Fischbrücke zueilend, wie auf trockener Erde nach Hause. Da sahen seine Diener, dass es Gottes Wille war, und nahmen es ihm fortan nicht mehr übel, wenn er des strengen Fastens vorzeitig überdrüssig wurde.
Seit dieser Zeit nannte man die einstige Fischbrücke auch „St. Konradsbrücke“ und die ehemalige Pfahlwerklücke zwischen ihr und der Dominikanerinsel die „Konradslücke“. Durch sie, behaupten die alten Fischer, sei der Heilige bei seinem Gang über das Wasser hindurchgeschritten, weshalb man hier keinen Pfahl schlagen könne. Ob aber der weiße Strich, der auf dem Seegrund den Weg bezeichnen soll, den er vom Eichhorn nach der Fischbrücke genommen hat, von St. Konrads Gang herkomme, meint der Chronist, „das weiß ich nit anders, denn daß es der Fischer mir gesagt“.
Bild vergrößern Oben: Konrads Gang über das Wasser (hinten rechts das heutige Insel-Hotel) Rechts: Konrad Statue im Kreuzgang des Konstanzer Münsters (Bild: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon)
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Im Folgenden finden Sie eine kurze Geschichte der Rothaus Brauerei im Südschwarzwald. Ihr gehört das Insel-Hotel, gleichzeitig ist sie die Heimat des weltweit bekannten Tannenzäpfle - Biers.

Ferner erfahren Sie im Download (bitte nach unten scrollen) ein paar Parallelen zwischen Konzil und Inselhotel, bezogen auf die Jahre 1417 und 2017.

- 1791 Gründung der Brauerei Rothaus durch das Kloster
St. Blasien bei der Gaststätte „Zum Roten Haus“.
Der Standort war günstig gewählt, er bot ausreichend
Wasser und Holz zum Heizen in der direkten
Umgebung und lag direkt an der Kreuzung zweier
wichtiger Handelswege.
- 1806 Im Zuge der Säkularisierung fiel die Brauerei
Rothaus an das Großherzogtum Baden und hieß
ab diesem Zeitpunkt „Großherzogliche Badische
Staatsbrauerei Rothaus“
- 1811 Aufgrund der wachsenden Nachfrage wurde
die erste Erweiterung der Produktionsstätten
beschlossen.
- 1820 Im Herzogtum Baden wurde erstmals über einen
Verkauf der Brauerei gesprochen, da die Brauerei
aber gute Gewinne erwirtschaftete, wurde von
einem Verkauf abgesehen.
1848/49 Im Zuge der Badischen Revolution wurde die
Brauerei Rothaus von Preußischen Truppen
besetzt, die sich auf Kosten der Brauerei
verpfl egen ließen. Rund 120 Soldaten wurden
in Rothaus stationiert.
- 1871 Mit der Reichsgründung und der Vereinheitlichung
der Währungen öffneten sich für die Brauerei
Rothaus neue Märkte.
- 1890 Technik: Ein Eisenbahnspezialwaggon für den
Biertransport, eine neue stärkere Dampfmaschine,
eine neue Darre zur Malzproduktion, ein neuer
Eiskeller, eine neue Hefereinigungs- und Sortiermaschine
und weitere technische Geräte.
- 1892 Die Brauerei Rothaus führte das erste Rothaus
Flaschenbier in den Handel ein.
- 1922 Um im härter werdenden Wettbewerb zu
bestehen und die Brauerei Rothaus nach privatwirtschaftlichen
Grundsätzen zu führen, wurde die
Brauerei Rothaus in eine AG umgegründet
- 1951 Edwin Nägele wurde neuer Brauereidirektor,
er führte 1956 das Tannenzäpfl e in der 0,33 l
Flasche ein.