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Historische Gasthäuser
Salem-Beuren
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Anekdoten & Mehr

Waldclause und Malificantenweg

In diesem Kapitel geht es im Falle des "Adler" und der Ortschaft Beuren weniger um die Mythologie, als um Überlieferungen die mit Gericht und Strafen zu tun haben einerseits und um fromme Damen andererseits.

Ab 1431 tagte in Beuren das Landgericht (siehe Abschnitt weiter unten), zuerst wie damals üblich an öffentlicher Landstraße und dann in der Landgerichtsstube des "Adler". Auf der Karte links sind einige Flur- und Straßennamen noch sehr "sprechend".
Bild vergrößern Auf diesem Bild (zum vergrößern anklicken) sehen Sie den Platz des früheren Landgerichts und den Weg welchen die Maleficanten (Übeltäter) zum Richtplatz gingen und diesen Platz selbst - Alles markiert! Ferner sind das ehemalige Franziskanerinnen - Kloster
Bild vergrößern ... an den Bächen und die Waldklause Egg eingezeichnet. Letztere wurde 1256 zum ersten Mal besiedelt. Seit August 1971 leben hier Trapistinen. Die Klause kann nicht besichtigt werden, aber Wanderwege dorthin und die Aussicht lohnen sehr! (Bild: Gemeinde)
Bild vergrößern Blick auf Beuren von Heiligenberg her gesehen...
Bild vergrößern Pfarrkirche St. Ulrich, Beuren ist die drittgrößte Pfarrei in der Seelsorgeeinheit Salem

Landgericht und Schupflehen

Beim Blick in die lange Geschichte des Gasthofs stößt man immer auch auf die Gerichtsbarkeit, die in diesem Gebäude bereits im Jahre 1464 beurkundet ist. Den Unterschied zur heutigen Amtssprache zeigt ein Auszug aus der Landgerichtsordnung, erlassen von Graf Joachim zu Fürstenberg um 1580:
"Nachdem bisher unser landgericht den mehrern thail des jahrs in unserm dorf zu Beuren besessen und gehalten worden, also wöllen wir, das dasselbig infüro daselbsten durch das ganze jar (allein ußgeschiden die ernd- und herpstferien, auch andre gebannte hoche fäst- und feurtäg, an welchen die übung unseres landgerichts von alter her verpliben und ingestelt worden) emsiglich gehalten werde......"
Das Landgericht entschied über Totschlag und schwere, gliedlähmende Körperverletzungen, über Friedbruch, schwere Injurien und Schmähungen, Erbfälle und was Liegenschaften oder Eigen betraf.

Ferner war geregelt, dass der Ammann zu Beuren "auf dem Platze vor gnädigster Herrschaft Landgerichts Haus, dem Wirtshaus, unter öffentlichem Himmel jährlich am ersten Maien, nachmittags von 12 bis 1 Uhr Einung der Gemeinde abzuhalten" hatte.

Aus den Zinsbüchern von 1627 und 1657 ist überliefert, dass der Wirt von Beuren einerseits für sein Schupflehen Zins an die Herrschaft Heiligenberg zu entrichten hatte. Andererseits war nur ihm gestattet, "Gäste zu speisen und zu beherbergen, Wein auszuzapfen, Hochzeiten und andere Mahlzeiten abzuhalten. Er durfte auch backen und metzgen und dazu im Busch Schafe zur Mast zu halten".

Gerbermuseum zur Lohmühle in Leustetten

Nicht weit von Beuren, im Frickinger Ortsteil Leustetten ist noch eine Lohmühle erhalten geblieben. Sie befindet sich an der oberschwäbischen Mühlenstraße, auf der heute noch über 100 Exemplare, die teilweise noch in Betrieb sind, besichtigt werden können. Der örtliche Heimatverein nahm sich dem Fachwerkbau aus dem Jahr 1835 an und wandelte ihn in ein Museum um, das einen Einblick in das Gerberhandwerk der damaligen Zeit gewährt. Erst in den 1960er Jahren wurde die Gerberei stillgelegt.
Das Museum zeigt typische Geräte zur Lederherstellung z.B. eine Lederwalze und einen Schleifstein. Die noch vorhandene Rindenmühle wurde von einem großen Mühlrad angetrieben, das wiederum vom Wasser des damals noch offen durch den Ort fließenden Dorfbach in Bewegung versetzt wurde.
Bild vergrößern Gerbermuseum zur Lohmühle
Bild vergrößern Klosteranlage Schloss Salem

Klosteranlage Schloss Salem

Die Klosteranlage von Schloss Salem gehört heute zu den eindrucksvollsten und bedeutendsten Kulturdenkmälern selbst über Baden-Württemberg hinaus. Die ehemalige Abtei der Zisterzienser vereint gotische und barocke Pracht. Seit dem 19. Jahrhundert war sie lange im Besitz der Markgrafen von Baden. Heute werden Kloster, das Schloss und die Gärten vom Land Baden Württemberg verwaltet.