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Historische Gasthäuser
Heidelberg
Gasthof zum Roten Ochsen
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Rund um das Gasthaus

Zu Fuß durch Heidelberg...

...lautet nicht nur der Titel eines sehr empfehlenswerten Buches aus der Feder von Susanne Kahlig (siehe Link zu "eventchen-heidelberg"), es ist schlicht auch die beste Art und Weise, sich in der Heidelberger Altstadt fortzubewegen. Dies liegt nicht nur daran, dass die Hauptstraße Mitte 1976 in eine Fußgängerzone verwandelt wurde, sondern ist auch der Tatsache geschuldet, dass der historische Kern der ehemaligen kurpfälzischen Hauptstadt keine 2 Kilometer lang und im Schnitt nur rund 450 Meter breit ist. Deshalb bieten sich dem interessierten Besucher auf überschaubarem Raum eine Fülle von Möglichkeiten, auf Erkundungstour zu gehen.
Bild vergrößern Auf diesem Postkartenmotiv sind einige der wichtigsten Attraktionen von Heidelberg versammelt: Alte Brücke, Schloss, Heiliggeistkirche und Königstuhl
Bild vergrößern Das Heidelberger Rathaus und der Marktplatz laden zum Verweilen ein (vorzugsweise bei einem Verdauugsspaziergang nach einem badisch-kurpfälzischen Schlemmermahl im Roten Ochsen)...
Bild vergrößern Die berühmteste Schlossruine der Welt und ihr kleinster und gleichzeitig trinkfestester Bewohner, der Hofnarr Perkeo aus Südtirol...
Bild vergrößern Vom Juli 1954 datiert die geplante Erschließung des Heiligenbergs mittels einer Seilschwebebahn. Bereits 1912 war ein Schrägaufzug für Straßenbahnwagen spruchreif gewesen, der leider nie zur Ausführung kam...

Beim nahezu unvermeidlichen „Klassiker“, dem Heidelberger Schloß, haben Sie als erstes die Wahl, den sportlichen Anstieg einschließlich einer 314stufigen (!) Treppe zu wählen oder doch lieber per Standseilbahn ab Talstation „Kornmarkt“ anzureisen. Mit dem Kombiticket der Bergbahn dürfen Sie dann auch (nicht nur) Deutschlands schönste Ruine betreten, die aber auch von außen äußerst sehenswert ist – inklusive Blick auf die Heidelberger Altstadt und bei entsprechender Wetterlage über Mannheim hinaus bis zum Pfälzer Wald auf der anderen Seite der Rheinebene.

Drunten in der Altstadt lohnt auf jeden Fall die Besteigung des Turms der Heiliggeistkirche am Marktplatz. Kunst- und geschichtsbeflissene Besucher des Roten Ochsen werden natürlich auch das Kircheninnere würdigen.

Ob Sie vor oder nach dem Roten Ochsen ins Kurpfälzische Museum gehen, oder dies mit einer Besichtigung des historischen Studentenkarzers verbinden, hängt in erster Linie damit zusammen, wieviel Zeit Sie für Besichtigungen zur Verfügung haben.

An dieser Stelle verweist der Autor an den Link zur Heidelberger Bergbahn, die seit 1890 über ihre untere Sektion die Stationen "Schloß" und "Molkenkur" erschließt, wo sich bis 1537 Heidelbergs (vermutlich) erste pfalzgräflche Burg, das "Alte Schloß" befand. Seit einer grundlegenden Modernisierung verkehren dort seit dem Jahre 2005 (in dritter Fahrzeuggeneration) moderne Wagen.
Ein erheblich zeitaufwändigeres (aber sehr lohnendes) Unterfangen ist es indes, via "Alte Brücke" und den "Schlangenpfad" auf den Philosophenweg zu wandern und weiter aufzusteigen zu Heidelbergs nördlichem Hausberg, dem Heiligenberg, wo unsere keltischen Vorfahren in alter Zeit schon eine „Fliehburg“ erbauten. Diese natürlich komplett renaturierte Wallanlage sowie die im „tausendjährigen Reich“ erbaute, einem verqueren germanophilen Geschichtsbild geschuldete, amphitheaterartige "Thingstätte" und zwei mittelalterliche Klosterruinen nebst über 50 Meter tiefem „Heidenloch“ (einem auf zumindest römische Ursprünge zurückgehender Brunnenschacht) sind auch automobil über Heidelbergs nördlichsten Stadtteil Handschuhsheim erreichbar. Die 1912 bereits konkret geplante Erschließung des Heiligenbergs mittels eines Schrägaufzugs für Straßenbahnwagen fiel leider dem 1.Weltkrieg zum Opfer. Auch das Projekt einer Personenseilbahn aus dem Jahre 1954 wurde nie umgesetzt. Und für die ehemalige Buslinie 23 der Heidelberger Straßen- und Bergbahn Gesellschaft (HSB) sind Sie definitiv rund 50 Jahre zu spät dran…


...und mit einer der ältesten Bergbahnen Europas in luftige Höhen!


Wer noch höher hinaus will, kann seit 1907 in die Wagen der zweiten Sektion umsteigen, die seit 2005 nach Generalsanierung in der Schweiz beim Erbauer der Anlage, der "von Roll AG", quasi im Auslieferungszustand (!) treu und zuverlässig ihren Dienst tun.

Ängstlichen Naturen sei an dieser Stelle versichert, dass auch schon im Jahre 1907 die Sicherheitsstandards sehr hoch waren und durch Modifikation des Antriebssystems (zu besichtigen in der Station "Königstuhl") noch gesteigert wurden!

Legendär waren bis 1960 die alljährlichen Testnotbremsungen, an denen ausgesuchte Verwaltungsangestellte der Heidelberger Straßen- und Bergbahn AG teilnehmen "durften". Der obere Wagen wurde hierzu mittels einer Kette in der Station "Königstuhl" fixiert, die dann vom damaligen Direktor Bergmaier eigenhändig ausgeklinkt wurde. Nach mehreren bangen Sekunden erfolgte dann die (immer erfolgreiche) Notbremsung. Die um die Nase etwas blassen Teilnehmer an dieser heutzutage unvorstellbaren Sicherheitsübung bekamen den Rest des Tages auf Kosten des Hauses frei...

Sie aber dürfen sich auf dem zweithöchsten Berg des badischen Odenwalds auf eine grandiose Fernsicht und zwei lokale Attraktionen freuen: Die Falknerei und das "Märchenparadies". Und am Fuße des Königstuhls wartet natürlich "Spengels Gasthof zum roten Ochsen"...
Bild vergrößern Heidelbergs Hausberg, der Königstuhl, bietet eine fulminante Aussicht auf Stadt und Rheinebene
Bild vergrößern Seit 1890 treffen sich tagtäglich die beiden Wagen der unteren Bergbahnsektion in der Station Schloss (diese modernen Exemplare tun dies erst seit dem Jahre 2005)