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Historische Weingüter
Müllheim-Britzingen
Weingut Behringer
Kontakt zum Weingut

Geschichte

... von 1893 bis 2010

1893 wurde das Weingut von den Winzersöhnen Ernst und Adolf Behringer erworben. Das Weingut war zu Beginn ein für die Region typischer bäuerlicher Mischbetrieb. Dabei handelte es sich um vergleichsweise wohlhabende Selbstversorgungslandwirte mit Feldern, Wiesen und Vieh - meist Kühe, Schweine, Hühner. Durch Weinbau hatte man ein zusätzliches "Standbein". Bis 1963 wurde auch im heutigen Weingut noch Vieh gehalten, zwischenzeitlich befinden sich im ehemaligen (umgebauten) Stall die Kelter und eine Abfüllanlage. Allerdings wurde die rein landwirtschaftliche Ausrichtung bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts sukzessive zurück gefahren.
Bild vergrößern Ernst Behringer (1862 - 1942)
Bild vergrößern Adolf Behringer (1866 - 1953)
Bild vergrößern Ernst Friedrich Behringer (1901 - 1989)
Bild vergrößern Die Brüder Karl-Friedrich (links) und Ernst (der Jüngere) Behringer

Die Behringer-Saga

Ernst
Stammvater (gemeinsam mit Bruder Adolf) der Weingut-Familiendynastie und Britzinger Bürgermeister von 1910 bis 1933. Von den sechs Kindern führte Ernst Friedrich das Familienunternehmen weiter.

Adolf
Winzer und Weinkaufmann. Er war eine beeindruckende Persönlichkeit und verfügte als Vertriebsexperte über ein erstaunliches Netzwerk zu einflussreichen Persönlichkeiten des deutschen Weinbaus.

Ernst Friedrich
Ältester Sohn des "Stammvaters" Ernst; selbst Vater von vier Kindern. Von 1953 bis 1971 Alleineigentümer der Firma Ernst & Adolf Behringer, Weingut mit Privatkellerei. In seine Ägide fiel die große Britzinger Flurbereinigung (1951 - 1959). In der Familie wurde er nur "Friedrich" genannt, um ihn von den Vor- und Nachfahren mit Namen "Ernst" zu unterscheiden.

Karl-Friedrich
Ältester Sohn von Ernst Friedrich und selbst Vater von zwei Kindern, leitete zusammen mit seinem jüngeren Bruder Ernst das Unternehmen von 1971 bis 2010. Er erwarb sich große Verdienste mit seinem Engagement für den badischen Weinbau (Details siehe Download Zwei markgräfler "Macher"). Er war übrigens 1963 der erste Winzer, der hier im klassischen Gutedelland in Britzingen rote Spätburgunderreben anpflanzen wollte. Damals hatte die Freiburger Weinbaubehörde noch etwas dagegen, heute macht der Spätburgunderanteil im Sortiment des Weingutes mehr als ein Drittel aus.

Ernst
Zweitältester Sohn von Ernst Friedrich - hat selbst vier Kinder. Das Familiengen des regionalpolitischen Engagements wurde auch ihm vererbt, bereits 1976 war er Gemeinderat der Stadt Müllheim (Britzingen ist seit der Gemeindereform von 1974 Ortsteil). 1994 versah er das Amt des Ortsvorstehers. Es ist ihm gelungen die von Adolf Behringer begonnene Imagepflege für das Weingut für ganz Deutschland und international gekonnt fort zu führen.

Die neuzeitliche Fortsetzung der Familiensaga finden Sie im Kapitel Besitzer, Winzer, Kellermeister
Bild vergrößern Prospekt um 1980...
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Bilder

Wappen der Familie Behringer
Weinlese in den 1960er Jahren und -unten rechts- selige Nachkriegskindheit um 1950 (wahrscheinlich mit Karl-Friedrich und Ernst Behringer, Jahrgang 1942 und 1944)
Adolf Behringer (rechts) mit Touristen in den Reben (1930er Jahre)
Es folgen weitere Dokumente aus dem Leben des "Behringer Götti" und "Reiseonkels" A. Behringer...
Gewürztraminer der Jahrgänge 1959 und 1964...
Ab den 1920er Jahren wurde die Qualität der Behringer Weine durch Urkunden und Preise ausgezeichnet...
Bereits 1929 ein erster Preis bei der "Wein-Musterung" des Markgräfler Weinbau Vereins
Ältere Etikette verbreiten neben nostalgischen Gefühlen auch einen zeittypischen grafischen Charme...