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Historische Weingüter
Salem
Markgraf von Baden
Kontakt zum Weingut

Geschichte

...beginnt mit einem Kloster

Die heutige Schloss Anlage entwickelte sich aus einer Klosteranlage der Zisterzienser.1134 stiftete der Linzgau Ritter Guntram seinen Besitz bei Salmannsweiler dem Zisterzienserkloster Lützel im Oberelsass. 1137 bereits bezogen zwölf Mönche die Schenkung und begannen mit Acker- und Weinbau. Für den Weinanbau brachten die Zisterzienser viel Erfahrung aus ihrer Heimat Burgund mit. In den folgenden Jahrhunderten erweiterte das Kloster, wie dies so üblich war, seine Besitzungen und seine Macht.
Bild vergrößern Schon immer spielte im Kloster bzw. Schloss Salem der Wein eine große Rolle (oben: Traubenkarren um 1900). Die Mönche hatten verteilt über das Klosterareal sieben Weinkeller,
Bild vergrößern einer davon lag unter dem Studentenhaus des Klosters (Bild oben), später Rentamt. Mehr über diese sieben Keller erfahren Sie im Kapitel "Anekdoten & Überliefertes".
Bild vergrößern 1697 liess der Abt von Salem die Gebäude wie wir sie heute kennen (oben um 1935) nach einem Brand neu errichten. Weitläufigkeit, Größe der Anlage und hochwertige Archrchitektur vermittelten eher das Bild eines Fürstensitzes denn eines Klosters.
Bild vergrößern Innerhalb des barocken Gebäudekomplexes bieteten sich viele Gelegenheiten zu Einzelstudien (Bild # s.u.)

Die Klostergeschichte Salems zog sich über mehrere Jahrhunderte (über die Markgrafen von Baden und ihre Rolle in Salem berichtet das Kapitel "Wer steckt dahinter"). Die Zistersienser lebten anfangs noch selbstfinanziert und nicht von Abgaben der Bauern. Erstaunlich (oder eben nicht), dass sich dies gerade seit der Zeit änderte, als der Orden zu großem Wohlstand kam. Die Rolle des Klosters während der Bauernkriege und des 30jährigen Krieges liest sich ebenfalls recht interessant. Unter Napoleon führte dann die Säkularisation 1802 zum bekannten Besitzerwechsel. Der letzte Abt, Kaspar Oexle, wurde 1804 entlassen. Bei der Auflösung des Klosters erhielten die damals 61 Mönche sogar eine Abfindung.
Zu einer übersichtliche Zusammenfassung der Klostergeschichte führt Sie der erste Link im Verzeichnis unten auf dieser Seite.

SALEM bedeutet Ort des Friedens. Sie können, Nomen est Omen, außerhalb der touristischen Zeiten hier durchaus einen Ort der Anmut und Ruhe entdecken. Vor allem im monumentalen gotischen Münster, erbaut 1397 bis 1414, wird nach erfolgreichen Wein - Einkäufen eine Atmosphäre der Kontemplation und Entspannung vorgefunden.

Das Thema Weinanbau und Weingenuss hat viele geschichtsreiche Facetten, da wäre nur das Stichwort "Historische Torkel in Salem" zu nennen. Auch die Betrachtung (meist volkstümlich-heiterer) Anekdoten und Sagen gehört zu unserem speziellen Konzept bei der Erkundung historischer Weingüter. Auf solchen reizvollen Nebenpfaden können Sie sich nun auch dem Markgräflichen Weingut zu Salem nähern. Im Kapitel Anekdoten und Überliefertes (siehe Navigation auf der rechten Seite) liefern wir die Hintergründe. Zur Vorbereitung Ihrer persönlichen "Salem-Exkursion" können Sie den Lageplan (erstes Bild im Kapitel "Streifzüge) benutzen.

Bild #: Zeichnung von Bernhard Weiß in "Badische Heimat", Jahresheft 1924
Bild vergrößern Colorierte Fotografie um 1900; hier befindet sich heute der Eingangsbereich mit Info-Stelle und Shop
Bild vergrößern Das gotische Münster im Schloss Areal wurde um 1300 erbaut; weitere Ansichten im Kapitel "Historische Bilder"


Bilder

Größer als der Buckingham Palace: die beeindruckende Gesamtansicht von Schloss Salem (um 1950)
Schloss Staufenberg (nicht Staufenburg, wie auf der Karte steht) in der Ortenau ist deutlich kleiner als das Salemer Schloß, liegt aber exponierter. Hier auf einer Ansicht um 1910.
Auf der Rückseite dieses Wanderbildes steht: Ausflug mit Anton von Mimmenhausen aus (nach Salem) am 22. August 1922.
Ansichtskarte mit der klassischen Perspektive auf Durbach und Schloss Staufenberg. Auf der Rückseite wurde handschriftlich die Jahreszahl 1912 notiert.
Auf dieser Ansichtskarte, die am 23. Juni 1953 gelaufen ist, sind Schloss und Münster zu sehen. Mit dem unteren Tor, im Vordergrund rechts, beschäftigen sich auch die folgenden historischen Aufnahmen...
Der Zugang zum Schlossgelände erfogt klassischerweise durch das UNTERE TOR (hinten rechts), hier in einer Aufnahme um 1900
Dieses Bild ist eine absolute Rarität. Es zeigt das untere Tor des Salemer Schlosses in einer Federzeichnung und mit einem Grußtext datiert 1899
... dazu die Rückseite, ebenfalls gestempelt 1899 (Historiker- und Sammlerherzen schlagen höher).
Beim unteren Tor - bereits innen auf dem Schlossgelände
Gleich rechts nach dem unteren Tor liegt der Marstall - auf dieser Seite finden Sie heute nach ca. 50 Metern auch die Verkaufsstelle der Markgräflich Badischen Weine
Das ehemalige Rentamt
Bernardusgang...
... heute
Zeichnung von Bernhard Weiß in "Badische Heimat", Jahresheft 1924
Wallfahrtsbasilika Birnau um 1900