Startseite zum Kontaktformular zum Menü
Historische Gasthäuser
Neudenau
Gasthaus Falken
Kontakt zum Gasthaus

Gasthaus Falken

Bild vergrößern Der markante Bau trägt ein Mansardendach mit Krüppelwalm - Abschluß. Das Haus
Bild vergrößern steht in dieser Form -und kaum verändert- seit 1798; oben eine Ansicht von 1901
Bild vergrößern

Der Falken - eine Zunftherberge

Neudenau oder „Neidene“, wie die Einheimischen sagen, liegt im nordöstlichen Landkreis Heilbronn an der Jagst, da, wo Baden eine kleine Nase ins Württembergische steckt. Im Jahrhunderte alten Gasthaus ZUM FALKEN fühlen sich die Stammgäste jedenfalls als Badener, obwohl sie bei der Kreisreform 1973 vom badischen Kreis Mosbach zum württembergischen Landkreis Heilbronn kamen. Seit der Jahrtausendwende aufwändig renovierte mittelalterliche Fachwerkhäuser prägen den Stadtkern, dem Falken wurde die Fachwerkfassade noch nicht wieder gegeben.
Bild vergrößern
Bild vergrößern Neudenau schmiegt sich geradezu ins Jagsttal; oben der Blick aus nordöstlicher Richtung, von Möckmühl kommend = Bilder zum Vergrößern bitte jeweils anklicken! = LINKS: Seit 1819 für immer Baden... (Bild: LV-Baden in Europa e.V.)
Bild vergrößern Historischer Stadtkern mit Rathaus (gelb in der Mitte) und Michaels-Brunnen
Bild vergrößern Der Weg hinauf zum Neudenauer Schloß führt am Gasthaus Falken vorbei

Seit welchem Jahr genau es eine Gastwirtschaft ZUM FALKEN in Neudenau gibt, weiß man nicht. Nur dass Thomas Grißelich* , der 1728 geboren wurde, 1762 erstmals als Falkenwirth genannt wurde. Auch dass die Gastwirtschaft 1798 einem Großbrand zum Opfer fiel, ist im Archiv vermerkt. Das Haus wurde von Sohn Benedikt größer und schöner wieder aufgebaut und erhielt 1803 die Schildgerechtigkeit.
Im Verzeichnis der Wirte vom 2. Juli 1870 ist erwähnt: „Theodor Grißlich, Gastwirt und Bierbrauer für das Gasthaus zum Falken, Realrecht ohne Zeitbeschränkung... Beschrieb: Schildwirtschaft, welche Speisen, Wein, Bier und Brandwein abgibt, mit Logierung Fremder.“
Für die Feuerversicherung wurde eingeschrieben: a) Wohnhaus, 2 Stock, mit gewölbtem Keller, Brauerei, Mansardstock und Zimmer, b) Scheune, 2 Stock, mit Stall und Schweineställe.

Die Gastwirtschaft ZUM FALKEN ist der Treffpunkt der örtlichen Vereine und vor allem der Neudenauer Zünfte (siehe Weiterführende Informationen).
* Es gibt unterschiedliche Schreibweisen: Grißlich, Grißelich, Grieslich

Texte: Heidrun Haug
Fotos: Fröhlich/Haug/Ebner
Bild vergrößern Postkarte ungefähr 1910, geschrieben von den Töchtern des Theodor Frank
Bild vergrößern

Essen & Übernachten

Öffnungszeiten:
Montag - Samstag 17.00 - 24.00 Uhr
Sonntag 11.00 - 24.00 Uhr
Mittwoch Ruhetag
Wer eine Herberge sucht, kann sich an den Wirt Rainer Fallmann wenden, er vermittelt gerne Privatzimmer.

Neudenau liegt etwa 8 km von der Anschlussstelle Möckmühl an der A81 entfernt.
Wenn man über die Autobahn A81 (Richtung Würzburg) anreist und die Ausfahrt Möckmühl nimmt, kommt man von Osten nach Neudenau. Vor dem Ortseingang findet man auf der linken Straßenseite die Kapelle St. Gangolf.
Die Kapelle ist die ehemalige im romanischen Stil erbaute Pfarrkirche des im 14. Jahrhundert niedergegangenen Dorfes Deitingen, sie wurde St. Gangolf gewidmet. Im Chorraum befinden sich Malereien, die um 1330 entstanden sind. Weitere Ausmalungen erfolgten bis 1500. St. Gangolf wird als Schutzherr von Quellen und als Patron von Reitern, Pferden und Hausvieh verehrt. Vermutlich begannen schon im 14. Jahrhundert Pferdewallfahrten zur Kirche, der Gedenktag von St. Gangolf ist der 11. Mai. Zum Dank für die Heilung von Pferden wurden als Votivgaben Hufeisen an das Kirchenportal genagelt.
Die Stadt Neudenau feiert jeweils am 2. Sonntag im Mai den St. Gangolfsritt. Dazu versammeln sich kostümierte und unkostümierte Reiter und machen sich in einer Prozession auf den Weg zur etwa 1 km entfernten Kapelle. Dort werden die Pferde gesegnet, für die Besucher gibt es eine heilige Messe. Der ganze Ort feiert St. Gangolf.
Bild vergrößern
Bild vergrößern Die Gangolf-Kapelle von der Landstraße aus
Bild vergrößern Der Turm ist der wohl älteste Teil, der Bau wird auf etwa 1230 datiert
Bild vergrößern Das Südportal mit den Votivgaben

Neudenau liegt an der Bahnlinie Stuttgart über Heilbronn und Osterburken nach Würzburg. In Richtung Heilbronn und Osterburken verkehren Regionalbahnen, die etwa im Stundentakt fahren. Zudem ist Neudenau an den regionalen Busverkehr angebunden.
Auch der Jagsttal-Radweg führt an Neudenau vorbei.
Bild vergrößern Bahnhof (Foto: P. Schmelzle, cc2,5)
Bild vergrößern ... um 1920

Bilder

-Neben dem Eingang eine Sitzmöglichkeit im Freien
Der Brunnen vor dem Falken mit dem Neudenauer Wappen - er gab der Gasse den Namen
Engelskopf am Falken
Möglicherweise die Initialen des Steinmetzes an der Ecklisene
Selbstportrait des Großonkels und Malers Josef Frank
Nebenzimmer
Das Badner Lied hängt im Gastraum, damit jeder mitsingen kann
Die Vereinsecke
Der Gesellenbrief für Elsa Frank. Es war zu der Zeit nicht alltäglich, dass Frauen Berufe erlernten
Antike Schneidemaschine
alte Balkenwaage über der Schneidemaschine
die Wirtefamilie
Das Tor der Schulscheune mit dem Wappen des letzten Mainzer Erzbischofs
Die schönen nostalgischen Kaffeetassen wurden von Rainer Fallmann entwickelt und sind im Falken für 4,80 €/Stck. erhältlich.