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Sohn des Meersburger Löwen-Wirtes rettet die Stadt Hersfeld
Bild vergrößern Johann Baptist Lingg erblickte im "Löwen" am 24. April 1765 als Sohn des Löwenwirtes Johann Linck das Licht der Welt. Rechts ist er als erfolgreicher Offizier zu sehen.
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Bild vergrößern Die Bilder sind dem "Jahrbuch für das Badner Land" 1962 entnommen (herausgegeben vom Landesverein Badische Heimat, s. Link unten), zum vergrößern bitte anklicken
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Der Taufpate von Johann Baptist, ein fürstbischöflicher Geheimrat, brachte ihn schon im Alter von 15 Jahren zur Militärstreitmacht. Inzwischen aufgrund seiner Verdienste zum badischen Oberstleutnant aufgestiegen, wurde er im vierten Koalitionskrieg von Napoléon I. beauftragt, mit seiner Truppe die Stadt Hersfeld einzuäschern. Diesen Befehl führte er am 20. Februar 1807 jedoch mit stillschweigender Duldung seiner französischen Vorgesetzten nur symbolisch aus. Es wurden nur vier einzeln stehende Häuser angezündet und somit die Stadt vor völliger Vernichtung gerettet. Johann-Baptist wurde von den hessischen Kurfürsten Wilhelm I. und Wilhelm II. für sein Handeln geadelt und nannte sich später Lingg von Linggenfeld. Zu Ehren des Retters errichete man 1896 in Bad Hersfeld ein Denkmal. Erinnern wir uns: Das Licht der Welt erblickte der Adelige im "Löwen" zu Meersburg.

Der Rebell vom Bodensee und sein tragischer Tod im Jahr 1461
Seit dem Beginn des 13. Jahrhunderts war Meersburg im Besitz der Bischöfe von Konstanz. In dieser Zeit blühte die Stadt auf. Die vernachlässigten Rechte der Bürgerschaft vertrat Anfang des 15. Jahrhunderts Simon Weinzürn, Bürgermeister von Meersburg. Sein Domizil hatte er im roten Haus am Marktplatz, dem späteren "Löwen". Er lag im Streit mit den bischöflichen Stadtherren. Es kam zu den sogenannten Stadtrechtskämpfen, die 1457 mit einer Niederlage der Bürger endeten. Leider war auch das Ende des streitbaren Weinzürn nicht mehr fern. Im Jahr 1461 wurde er ohne richterliches Urteil im Bodensee ertränkt. Die Chronik überliefert das Ereignis so: Der Bürgermeister musste sich außerhalb des Schiffes auf ein über den Bordrand gelegtes Brett setzen, während der bischöfliche Vogt sich innerhalb setzte. An tiefer Stelle angelangt, stand letzterer auf, während Weinzürn mit dem Brett in den See fiel und ertrank. Das Amt des Bürgermeisters wurde danach abgeschafft und erst 1575 wieder eingeführt.
Bild vergrößern Darsteller des Simon Weinzürn beim historischen Markt
Bild vergrößern Gedenktafel für Johann Baptist Lingg am "Löwen"

Die alte Meersburg

Älteste bewohnte Burg Deutschlands
Die Gründung der ältesten bewohnten Burg Deutschlands soll nach einer Überlieferung bis ins 7. Jahrhundert zurückgehen. Ab dem 13. Jahrhundert diente sie den Fürstbischöfen von Konstanz als Sommerresidenz und ab 1526 als Regierungssitz. Die trutzige Wehranlage wurde 1508 mit vier Rundtürmen versehen und thront hoch über dem Bodensee. Bei einem Rundgang durch das Burgmuseum vermitteln Rittersaal, Waffenhalle, Burgverlies, Wehrgänge und Türme mittelalterliche Geschichte. Zu besichtigen ist auch das Arbeits- und Sterbezimmer der bekannten Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die während ihrer Aufenthalte am Bodensee auf der Burg lebte. Das Burg-Café bietet sich für eine kleine Rast an. Entweder im großzügigen Barocksaal, im Burghof oder auf der kleinen Terrasse in traumhafter Aussichtslage.
Bild vergrößern Blick von der Unterstadt auf die alte Meersburg
Bild vergrößern Alte Meersburg
Bild vergrößern Neues Schloss Meersburg
Bild vergrößern Schlossplatz

Neues Schloss + Wein-Erlebnisort

Das imposante Schloss wurde von 1712 bis 1760 als Residenz der Fürstbischöfe von Konstanz erbaut. Im 2. Obergeschoss vermitteln die Repräsentations- und Wohnräume der Fürstbischöfe einen Eindruck vom fürstlichen Glanz. Die Städtische Galerie im 1. Obergeschoss zeigt Gemälde mit Bodenseemotiven und von Künstlern, die im vergangenen Jahrhundert hier lebten. Das großartige Treppenhaus entstand nach Plänen von Balthasar Neumann. Die beeindruckenden Deckenfresken stammen von Giuseppe Appiani. Im barocken Ambiente des Schlosses finden Wechselausstellungen, Tagungen und Konzerte statt. Vom Schlossgarten genießt man einen gigantischen Ausblick über die Dächer von Meersburg auf den Bodensee.

Eine Reise durch Raum und Zeit der Weinwelt verspricht die Neuausrichtung des Mesmerhauses in eine Kulturstätte. Der Namensgeber Franz Anton Mesmer, der 1815 in Meersburg starb, wurde gerne als "Urvater der Hypnose" bezeichnet. Das englische Verb "to mesmerise" ist von seinem Namen abgeleitet und bedeutet heute noch: hypnotisieren. Das Haus, dessen ursprüngliche Bezeichnung "Heilig-Geist-Spital" war, wird jedoch seinen Namen verlieren. Im Jahr 2015, zu Mesmers 200. Geburtstag, soll der Umbau in einen Ausstellungsort mit Schwerpunkt Weinkultur abgeschlossen sein. Wohin würde eine solche Darstellung besser passen als in die Weinbauregion Bodensee mit ihrer 1000-jährigen Tradition? Den bisher im Mesmerhaus zu bewundernde funktionstüchtigen Torkel von 1607 wird man auch künftig nicht vermissen, er soll im neuen Ausstellungskonzept eine zentrale Rolle spielen.