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Historische Gasthäuser
Insel Reichenau
Hotel Restaurant Kreuz Reichenau
Kontakt zum Gasthaus

Hotel Restaurant Kreuz Reichenau


Gute Nachbarn

Bereits die Anreise zur Insel Reichenau bietet viel Sehenswertes und kann auf dem eindrucksvollen Damm mit Pappelallee (siehe unter „Die Anreise“, Navigation rechts) oder mit dem Schiff (Linienverkehr siehe unter „Weiterführende Hinweise“) erfolgen. Zur Zeit der Mönche konnte die Insel ausschließlich mit dem Boot erreicht werden.
Egal welchen Weg Sie wählen, lassen Sie das Auto auf dem Festland! Sie haben mehr davon! Am besten das Fahrrad benutzen.

Die altehrwürdige Georgskirche strahlt den Besuchern sonnengleich von weitem entgegen und ist der sakrale„Türöffner“ um in die Welt der Reichenauer Historie einzutauchen.
Wie die Georgskirche alle Gläubigen als erste Inselvertreterin begrüßt, so im „profanen“ Bereich das traditionsreiche Gasthaus „Kreuz“! Der Gasthausname, die Lage und ein Blick in alte Kartenwerke zeigen, dass es von alters her eine Beziehung zwischen der Kirche und dem Gebäude des heutigen Hotel Restaurant Kreuz gab.
Bild vergrößern Auf diesem Plan von 1707 ist das heutige Gasthaus (der ehemalige "von Schmiedsfeldsche Hof") in der Bildmitte im umzäunten Bereich deutlich erkennbar. Ganz oben die Kirche St. Georg.
Bild vergrößern Blick Richtung Norden mit St. Georg im Hintergrund
Bild vergrößern Das sakrale Kleinod "Sankt Georgskirche" liegt in Nachbarschaft des Gasthaus Kreuz.
Bild vergrößern Blick durch die Fenster von St. Georg zum "Kreuz - Ensemble".

Das Alter des "Kreuz" erschließt sich geübten Gasthausforscher/innen schon bei einem Blick auf die mächtigen Grundmauern. Zur Hausgeschichte bitte im unteren Abschnitt auf dieser Seite weiter lesen.
Werfen Sie zunächst einen Blick auf den Ausschnitt einer historischen Karte und das Gasthaus mit den 100jährigen Platanen.

Ehemaliger Herrensitz

Der im Reichenauer Gemeinwesen vielseitig engagierte Karl Beck erforscht bereits seit Jahren die Geschichte der Insel und die Vorgeschichte des Gasthauses Kreuz. Er stellte fest, dass das „Kreuz“ aus dem alten „von Schmiedsfeldschen Hof“ hervorgeging, welcher auf der abgebildeten Karte von 1707 zu sehen ist.

Das heutige „Kreuz“ weist in der Tat im unteren Baubereich noch sehr alte Mauersubstanz auf und ist im Ensemble mit dem auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehenden (wahrscheinlichen) ehemaligen Ökonomiegebäude nichts weniger als ein mittelalterlicher Herrensitz, der gewiss in einem Bezug zur nahe gelegenen Kirche St. Georg gestanden haben muss (siehe auch unter „Rolle in der Geschichte“, Navigation rechts).
Nachdem das Kloster 1803 in der Säkularisationszeit aufgelöst worden war ging 1831 der „von Schmiedsfeldsche Hof“ an einen neuen Besitzer.

Um 1900 taucht der „Kreuzwirth Blum“ (siehe Bild unten) als Besitzer auf.
Der folgende Wirt namens Wachter hatte sogar bereits im Burenaufstand und in China gekämpft hatte. Er war ein Original und leidenschaftlicher Jäger.
1925 ging das "Kreuz" dann von Herrn Wachter an Familie Prinz. Zur Geschichte der Familie Prinz siehe unter „Die Wirtsleute“.

Texte: Ebner
Bilder: Ebner, Prinz (sonstige Nachweise direkt im Bildtext)
Bild vergrößern Diese Lithografie aus der Zeit um 1900 ließ "Kreuzwirth Blum" fertigen. Blum war auch im Gemeinderat der Reichenau.
Bild vergrößern Das "Kreuz" ist Gründungs- und Vereinslokal des Reichenauer Rad-Vereins

Essen & Übernachten

Das Restaurant Kreuz ist weit über die Reichenau hinaus für eine hervorragende Fischküche bekannt.
Die frischen Gemüse und Salate der Insel sind obligatorisch im Angebot. Kurz gesagt - die Küche wird Sie nicht enttäuschen, Vater und Sohn Prinz verstehen ihr Handwerk!

Alle Räume dieses Traditionsbetriebes werden von den Einheimischen gerne für Festlichkeiten genutzt, denn das gleichbleibend hohe Qualitätsniveau des Familienbetriebes ist bereits sprichwörtlich.

Die Terrasse mit den sehenswerten handbemalten Lampen (Motiv: Bodenseefische), bietet einen grandiosen Blick auf die romanische Kostbarkeit der Insel, die Kirche St. Georg.

Verständlich ist der Wunsch hier länger zu verweilen - das Haus verfügt über neun Doppel-, ein Einzelzimmer sowie zwei Suiten. Alle Zimmer und das Restaurant können mit dem Aufzug erreicht werden. Das komplett barrierefreie Doppelzimmer soll an dieser Stelle besonders lobend erwähnt werden.

Besucher/innen erreichen die Insel Reichenau, mit dem Schiff ab Allensbach (einen Link zur Schiff-Verbindung und den Abfahrtszeiten finden Sie unten auf dieser Seite).
Natürlich geht´s auch via B 33 und sodann rechts ab, über den 1838/39 erbauten Damm (siehe DOWNLOAD auf dieser Seite ganz unten). Lassen Sie, wenn irgend möglich, Ihr Auto spätestens am Parkplatz bei der Kindlebild - Kapelle stehen und nähern Sie sich dem „Kleinod Reichenau“ zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Sie tun damit nicht nur der Insel, ihren Bewohnern und der jahrtausendealten Bausubstanz einen Gefallen, sondern vor allem sich selbst.

Neben der herrlichen Pappelallee erstrecken sich links und rechts die weiten, unter Naturschutz stehenden, Schilflandschaften. Fast bei jedem Wetter erleben Sie ein bezauberndes Zusammenspiel der Farben und Elemente unter dem speziellen „Reichenauer Himmel“ und entdecken das „Leben im Schilf“ – natürlich nicht vom Auto aus.
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Bild vergrößern Kuhgespann auf dem Damm zur Insel Reichenau. Bild von Theodor Keller - zu Keller siehe unter "Weiterführende Informationen"
Bild vergrößern Vom Weg über den pappelgesäumten Damm haben Sie einen herrlichen Blick über die angrenzende Riedlandschaft. Das Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried - Untersee - Gnadensee ist mit 767 ha das größte am deutschen Bodenseeufer.

Bevor Sie dann die ersten Häusergruppen erreichen steht linker Hand am „Inseleingang“ die Ruine "Schopfeln". Früher diente sie den Mönchen bis ins 12. Jahrhundert als Festung, um die Furt zum Festland zu sichern. Der heutige Zustand ist die Folge eines Streits um Fischereirechte in den Jahren zwischen 1370 und 1383. Die Konstanzer Fischerzunft hat hier kurzen Prozess gemacht! Vielleicht ist dies der Grund für ein bis heute leicht gespanntes Verhältnis zwischen den „Ur – Insulanern“ und den „Ur – Konstanzern“.

Aufmerksamen Beobachtern wird nicht entgehen, dass im weiteren Verlauf einige größere Kreuze den Wegesrand säumen und den Reisenden auf die außergewöhnlichen religiösen Traditionen der Insel einstimmen.
Kurz nach der Ruine Schopfeln (mit Vogelbeobachtungs – Plattform) steht linker Hand das erste der Kreuze. Kurz danach wird der Ortsteil Oberzell erreicht.

Besucher/innen sollten dieses Eiland sehr bewusst und mit einem gewissen Respekt betreten - nicht nur weil Sie sich auf einem Weltkulturerbe befinden. Dieses 5 Km lange und 2 Km breite Stückchen Erde war über Jahrhunderte der geistige und kulturelle Mittelpunkt Europas. Und die Sakralbauten der Insel sind in dieser Art und Kombination natürlich einmalig.

In jedem Fall gilt: Auto auf dem Festland stehen lassen - Ehrensache!

Bilder

... sind vor allem die Bilder mit Bodenseemotiven...
Außer den bereits beschriebenen Butzenscheiben...
Im unteren Bereich weist die Mauerdicke auf das hohe Alter des Ursprungsbaus hin
Der original Reichenau Ring aus Silber, dessen Design Silvia Prinz mitgestaltet hat, ist im Gasthof Kreuz erhältlich
Links das ehemalige Ökonomiegebäude des Herrensitzes (siehe Kartenausschnitt von 1707 unter DAS GASTHAUS)
Das Gasthaus Kreuz mit vorgelagerter Kegelbahn (1968 errichtet) und typischem 1960er Jahre Sgraffito rechts unten im Bild
Ansicht von Nordosten (Das Kreuz als Pforte zur Reichenau)
... und deren unterschiedliche Gestaltungstechniken sehenswert.
Dieser interessante Kachelofen wurde von Walter Hangarter (zu Hangarter mehr unter ENTDECKUNGEN IM GASTHAUS) restauriert und soll nach seinen Angaben von der ehemaligen Kachelofenmanufaktur auf der Höri stammen...
... die Gussplatten mit dem habsburgischen Doppeladler und Jahreszahl 1827
Das Nebenzimmer wurde 1957 - 1958 umgestaltet. Neben dem sehenswerten zeitgenössischen Raumteiler schuf Schreiner Schroff aus Konstanz an der Decke in beiden Räumen eine exakt berechnete und flächig austarierte Holzverzierung
Zur Fortsetzung der STREIFZÜGE werden nun die Gasthausräume verlassen und es geht über die Strasse zum guten Nachbarn...
St. Georg. Erbaut ab 888 unter Abt Hatto III. zeigt diese schöne Kirche auch von außen...
... unterschiedlichste Gesichter. Und auf allen Insel - Streifzügen...
... ist der See...
... allgegenwärtig.
Die Hochwart als höchster Punkt der Insel liegt auf 438,7 Meter
Gewächshäuser prägen das Bild der Reichenau
Empfehlung für Ihre eigenen Streifzüge: der Uferweg