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Anekdoten & Mehr

Eine Amazone, de Bämsel und s` Deienmooser Gretle...

... ach ja, auch den Kulissenmaler sowie Bohnen und Knöpfle nicht zu vergessen. Letztere bedeuten dem Höri-Badener ebenso viel, wie dem echten Schwaben seine "Lense" (Linsen) mit Spätzle. Und zur poetischen Begleitung dieser einfachen aber schmackhaften Speise (also Bohnen & Knöpfle!), welche im "Sternen" von Zeit zu Zeit erhältlich ist, wurde eigens ein Knöpflelied gedichtet - die Wirtin zeigt es Ihnen.

Die folgenden Bilder sollen einige weitere Überlieferungen und Anekdoten kurz in Ihren Fokus bringen und dazu anregen den nächsten Ausflug zum "Sternen" vielleicht als "volkskundliche Exkursion" zu gestalten..
Bild vergrößern So sah die Theaterbühne im "Sternen" 1958 aus (s. Text unten "Theaterspiel im Landgasthof"). Die ehemalige
Bild vergrößern Theaterbühne im hinteren Teil des Restaurants ist an den Treppenstufen heute noch gut erkennbar.
Bild vergrößern Reiten und die Liebe zu Pferden hat im "Sternen" lange Tradition (siehe dazu die "historischen Bilder" im Kapitel Geschichte).
Bild vergrößern Anna Dummel, pflegt einen üppig schönen Garten (Bild um 2000 mit der Sternenwirtin inmitten blühender Stangenbohnen). Bohnen und Knöpfle sind ein bodenständiger Klassiker im "Sternen"...

Theaterspiel im Landgasthof

Örtliche Laientheater haben in den meisten ländlichen Regionen Badens eine lange Tradition. Meist werden zum Jahresende hin einige Auftritte heiterer Volksstücke angeboten. Wer eine solche regionale Aufführung (wo Jeder Jeden kennt) und die Spielfreude der Laiendarsteller, begleitet von herzhafter Verpflegung aus der Gasthausküche schon erlebte zieht dies jedem Ereignis vor der heimischen "Glotze" vor.

Der Theater-Brauch wurde auch im "Sternen" gepflegt. Man kann im Nebenraum noch gut erkennen, wo die Bühne war (Bilder oben links). Um die Kulisse für die jährlichen Theaterabende neu zu gestalten kam jeweils Maler Stephan aus Singen angereist. Dieser hatte von Montag bis Freitag freie Kost und Logie im "Sternen". Es existierte übrigens, wie damals in den meisten Gasthöfen, ein einfaches Zimmer, in welchem umsonst oder sehr preiswert Handwerker "auf der Walz", Lieferanten u.ä. übernachten konnten - wir sprechen von den 1920er / 1930er Jahren.
Doch zurück zum Meister Stephan. Dieser musste also in der Arbeitswoche, in der er frei gehalten wurde, das Hintergrundbild fürs jährliche Theater fertig stellen. Und jedes Jahr spielte sich das Gleiche ab: der gute Mann reiste an, aß und zechte von Montag bis Donnerstag was das Zeug hielt und malte dann grundsätzlich erst am letzten Tag, dem Freitag, das vereinbarte Bild. Eine von diesem Maler Stephan gezeichnete witzige Karikatur hängt noch im Sternen - siehe Kapitel Geschichte.
Bild vergrößern Wer sich hinter dem rätselhaften "Bämsel vom Schattenloch" verbirgt werden wir im dritten Band der Begleitbuch Reihe verraten (erscheint voraussichtlich 2021 im Gmeiner-Verlag) ....
Bild vergrößern bis dahin könnten Sie mit der Sage vom "Deienmooser Gretle" vorlieb nehmen, das übrigens beim Burghügel noch umgeht (aus "Die Sagen des Hegau" von Wendelin Duda, Echo Verlag FR 2005).

Die heile Welt der 1960er Jahre

Der zweite Weltkrieg war im allgemeinen Gedächtnis noch mit Grauen präsent als keine 10 Jahre nach Kriegsende bereits ein beachtlicher Nachkriegstourismus Fahrt aufgenommen hatte. Nach den finsteren Jahren verlangte der Feriengast nicht viel mehr als die noch oder wieder intakte Umwelt in Frieden genießen zu können. Die Ansprüche an den Familienurlaub beschränkten sich auf Naturerlebnis (bevorzugt Schwarzwald oder Bodensee), Ruhe sowie gutes und vor allem reichliches Essen. Das typische Nachkriegs-"Urlaubsidyll" verlor sich dann anfangs der 1970er Jahre.

Die folgenden Bilder aus den Gästebüchern der Sternen-Wirtsleute vermitteln eine Vorstellung jener "bescheidenen" Zeiten, wie sie zu Beginn der 1960er Jahre noch herrschten...
Bild vergrößern Die Gästebücher im "Sternen" wurden noch bis Ende der 1990er Jahre weiter geführt.
Bild vergrößern Seit den 1980er Jahren begann sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste deutlich zu reduzieren,
Bild vergrößern aufgrund zunehmender Kurzurlaube blieb oft keine Zeit und Muße mehr für einen Eintrag
Bild vergrößern Unten Emma Graf mit Gästen auf der ehemaligen Terasse

Weitere Aufnahmen aus Gästebüchern und den Fotoalben der Familie finden Sie im Kapitel "Geschichte"