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Historische Gasthäuser
Todtmoos - Strick
Hotel Rössle Todtmoos
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Rolle in der Geschichte

Wunder und Wallfahrten

Neben der wichtigen Funktion als Vorspann- und Pferdewechselstation war das Gasthaus Rössle auch eng mit der berühmten Todtmooser Wallfahrt verbunden. Diese spielt bis heute eine ganz besondere Rolle.
Bild vergrößern Wallfahrtskirche (Bild: Gemeindeverwaltung Todtmoos)
Bild vergrößern "Halt ein!" ... zur Gründungslegende nach unten scrollen
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Die Gründungslegende gemäß Badischem Sagenbuch von 1898:

Als einer der Waldbrüder, die sich dort ansiedleten, am Sumpfe eine Tanne fällen wollte, habe ihm eine Stimme aus dem Baume drei Mal zugerufen: „Halt ein!“ Er frug, was sie wolle, worauf sie erwiderte:“ Sage den Leuten, dass sie hier zu Ehren der Mutter Gottes eine Kapelle bauen sollen.“ Der Holzhauer richtete dies aus, daraufhin untersuchte ein Priester den Baum und fand darin ein kleines, hölzernes Vesperbild. Dasselbe kam auf den Altar der Kapelle, die man neben den Tannenbaum errichtete. Bald wurde dahin gepilgert, und es geschahen bei dem Bilde viele Wunder.


Aus dem Werk „Wallfahrtsorte Badens“ (1932):

Die erste Kapelle wurde nach der Legende auf Geheiß der Mutter Gottes durch einen Priester Theoderich oder Dietrich im Jahr 1255 erbaut. Bereits 1391 musste die Kirche erweitert werden, da die Zahl der Wallfahrer Das Sprichwort ging: „ Maria Todtmoos lässt niemand hilflos“. Als 1427 die Pest in Freiburg wütete, entsandte der Stadtrat 13 Priester und 40 der angesehendsten Bürger, die fastend, barfuss und im tiefsten Stillschweigen dorthin pilgerten, um "Abwendung der Geisel zu erflehen". Die Pest hört alsbald auf. 1439 raffte die Pest während des Konzils zu Basel viele Kirchenfürsten und Einwohner dahin. 400 Bewohner mit 124 Priester zogen hinauf nach Todtmoos und "fanden sofort Erhörung".
Auch häufige Ablassbewilligungen, unter anderem von Martin V. und Sixtus IV., sowie verschiedenen Bischöfen und Kardinälen bescherten dem Wallfahrtsort weitere Pilgerscharen. Noch heute ist der Pilgerstrom ungebrochen und auch die Basler halten seit Jahr und Tag ihr Gelübde.


Der alte Kachelofen im Rössle ist eine echte Rarität und dürfte aus der Zeit um 1890 stammen. Die Schwarzwalduhr wohl eher aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Bild vergrößern Ein Werk aus der Freiburger Künstlerfamilie Geiges (siehe Links unten) wurde 1973 im neu gestalteten Eingangsbereich integriert. Mit einem beeindruckenden Glas-Mosaik, dessen kraftvolle Farben an alte Kirchenfenster erinnern, stellt der Künstler
Bild vergrößern die historische Umgebung des Rössle im schwarzwaldtypischen Kontext dar. Das Mosaik zeigt das Rössle als wichtige Station im Langholz- Fuhrbetrieb, im Hintergrund die Josefskapelle (Mehr zur Kapelle im Kapitel „Tipps & Touren“).

Bilder

Gäste in den 1950er Jahren (Bild Oehler) ...
... und in den 60ern (Bild Oehler)
... zeittypische Rössle - Innenansicht der 50er Jahre (Bild Oehler)
(Bild Oehler)
(Bild Oehler)
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