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Wandern und Kultur

Wald- und Wanderfreunde können direkt vom Waldhaus Jakob aus einen Marsch durch den Lorettowald unternehmen oder in Richtung Staad zur Blumeninsel Mainau weiterlaufen, die dank ihrer herrlichen Parkanlagen, der aufwändig gestalteten Gärten und dem Barockensemble aus Deutschordensschloss und Schlosskirche St. Marien die größte touristische Attraktion am internationalen Bodensee ist.

Man kann auch entlang der Jakobstraße wandern, bis der Lorettosteig links abzweigt. Diesen hinauf bis zur Lorettokapelle, das sind etwa 2 km.
Bild vergrößern Lorettokapelle auf dem Staader Berg...
Bild vergrößern daneben die offene Kirche, eine...
Bild vergrößern historische Rarität mit Original-Balken. OBEN: Altar im Inneren der Kapelle - RECHTS: Auszug der Loreto-Geschichte von der hilfreichen Infotafel
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Die Lorettokapelle

Während des Dreißigjährigen Krieges, als die Schweden 1633 die Stadt Konstanz angriffen und belagerten, gelobten die Konstanzer Bürger in einem 10stündigen Gebet, eine Kirche oder Kapelle zu Ehren der Himmelskönigin Maria zu bauen. Sie sollte nach dem Vorbild von Loreto in Italien bei Ancona errichtet werden, wenn die Stadt vor den Feinden verschont bliebe.
Der schwedische General Horn zog mit seinen Truppen ab, als eine erfolgreiche Erstürmung von Konstanz nicht mehr möglich schien. Die Stadt hatte die Belagerung erfolgreich überstanden und betrachtete Maria als die Retterin.
Nun machte man sich auf die Suche nach einem geeigneten Ort für die neue Kapelle. Dieser Platz wurde auf dem Staader Berg bei Allmannsdorf gefunden. Der mit Reben bewachsene Hügel bot einen herrlichen Blick über den Bodensee und gehörte dem Deutschordenshaus auf der Mainau. Nach langen Verhandlungen schenkte der Deutschmeister der Bürgerschaft das Baugebiet für die Kapelle mit der Auflage, dass der Kapellenplatz nicht weiter bebaut werden darf (dies ist bis heute eingehalten). Die Baukosten wurden über Arbeitsleistungen und freiwillige Sach- und Geldspenden aufgebracht. Im Juli 1638 konnte die fertiggestellte Lorettokapelle eingeweiht werden.
Zwischen dem alten Mesnerhaus und der von Linden umrahmten Kapelle befindet sich eine offene Bethalle. Schon kurz nach der Errichtung wurde der Bethalle zugewandt ein Außenaltar angebaut.
Der glatt verputzte Steinbau trägt ein steiles Satteldach mit einem Dachreiter. Im Dachreiter ist das Glöcklein zu sehen, die Spitze ziert eine Wetterfahne mit goldenem Strahlenkranz, der ein Marienbild umsäumt.
Die Wallfahrtsprozessionen aus der Stadt hinauf zum Gnadenbild in der Kapelle haben eine lange Tradition. Neben dem wöchentlich stattfindenden Wallfahrtsgottesdienst ist die Lorettokapelle ein beliebter Ort für Tauf- und Trau-Gottesdienste.