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Historische Gasthäuser
Bad Rappenau
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Die Wirtsleute

Ein Wirt mit französischen Vorfahren

Unser heutiger Wirt Christian Klust wurde in Namur in Belgien geboren. Die Mutter Nathalie stammt aus der Bretagne, der Vater vom nahen Gundelsheim am Neckar. Als Koch ging Wolfgang Klust zur Bundeswehr, und weil er außer Französisch auch gut Englisch sprach, wurde er nach Belgien zur Nato versetzt. Dort wurde Christian 1969 geboren und bis zum fünften Lebensjahr sprachen die Eltern nur französisch mit ihm. Als sie 1974 nach Deutschland zurück kehrten sahen sie die Möglichkeit, sich in Bad Rappenau eine neue Existenz aufzubauen und kauften den "Adler".
Bild vergrößern Wirt Christian Klust mit seinen Söhnen. Julius, der Jüngere ist 10 Jahre alt und Valerian 12, er
Bild vergrößern ist logischerweise der größere Junge rechts (Bild: U. Hinzpeter) ; Stand: 2016. Ebenfalls 2016 gratulierten K. Hocher als Stellvertreter des OB (oben rechts) und E. Schuh vom Heimat- und Museumsverein zur Aufnahme des Adler als Historisches Gasthaus.
Bild vergrößern Karl Stuhlmüller war letzter Wirt einer langjähriger Familientradition ("Meyer-Dynastie").
Bild vergrößern 1974 übernahm Familie Klust das Traditionshaus und mit ihm einige Einrichtungsgegenstände beispielsweise den wuchtigen "Stuhlmüller-Schreibtisch"; oben in einer Aufnahme um 1960 (Bilder: Archiv Braun). =zum Vergrößern bitte anklicken=

Die Klusts bauten das Haus um, neue Zimmer mit Dusche und WC entstanden und als sie 1975 wieder eröffneten, nannten sie das Haus Adler Hotel Gaststube .
Der kleine Christian wurde in Bad Rappenau in die Schule geschickt. Anfangs wurde er ausgegrenzt, weil er Französisch sprach – schnell lernte der Bub Deutsch und versuchte, das Französische zu vergessen. Er war oft im Schlachthaus nebenan und Karl Stuhlmüller hat ihm damals schon beigebracht, wie man Fleisch entbeint und zeigte ihm, wie man räuchert. Als Christian aus der Schule kam, entschied er sich, eine Lehre als Koch zu machen. Der Vater besorgte ihm eine Lehrstelle im Restaurant Stöber in Heilbronn. Nach der Ausbildung musste er für zwei Jahre zur Bundeswehr, wo er als Unteroffizier in der Küche in Bruchsal für 1600 Personen kochen musste. Anschließend verbrachte Christian Klust die Wintersaison 1991-92 im Prominentenort Gstaad in der Schweiz, ging dann für 3 Monate zurück nach Hause in den Adler. Er entschloss sich, seinen Traum zu verwirklichen und fuhr nach Paris. Das als Kind gelernte Französisch hatte er total vergessen, deshalb besuchte er in Gstaad schon die Sprachschule, die an einem Abend pro Woche angeboten wurde. In Paris arbeitete er im „Hôtel de la Paix“ im Restaurant Thahar, das arabische Küche anbot. Nachmittags besuchte er französische Sprachkurse. Nach elf Monaten Paris musste Christian zurück nach Hause, weil sich der Vater verletzt hatte. Durch die französische Mutter und seinen Frankreich-Aufenthalt entwickelte er die Liebe zur französischen Küche, was er in vielen französischen Spezialitäten im Restaurant auslebt.
Seit 2006 hat sich der Senior aus dem Wirtsleben im Adler zurück gezogen. Die Mutter ist nach der Trennung von ihrem Mann wieder in ihrem Geburtsort in der Bretagne sesshaft geworden. Gemeinsam mit vier Beschäftigten führt Christian Klust das im Jahr 2010 sorgfältig renovierte historische Haus, in der Küche regiert er jedoch alleine.
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Bild vergrößern Das Familienwappen der Familie Klust begegnet den Gästen bereits beim Betreten des Gasthauses als Türgriff (Bild links). Dieses Schnitzwerk stammt aus der Zeit um 1975.