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Historische Gasthäuser
Eisenbach
Hotel Gasthof Bad
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Rolle in der Geschichte

Die wahren Schätze des Schwarzwaldes

Lebensgrundlage für die Bewohner des „hohen“ (und rauen) Schwarzwaldes war kurz gesagt das, was die Erde hergab. Sprich, was auf und unter dem Boden wuchs, bzw.aus dem Boden heraussprudelte. Im Zentrum dieser spannenden Geschichte um Elemente, Bodenschätze und Schwarzwälder Pfiffigkeit steht einmal mehr unser Gasthof Bad.
Bild vergrößern Ansicht des Gasthaus BAD um die vorletzte Jahrhundertwende; die Ansichtskarte ist 1908 gelaufen. RECHTS: Die erste Ausgabe dieses Führers zu den Badischen Heilquellen erschien in den 1890er Jahren. Unten der Text zum Bad in Eisenbach (Ausgabe 1903)...
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Bild vergrößern Die Zeichnung zeigt ebenfalls einen Eindruck der Zeit um 1900; diese Ansichtskarte ist 1916 als "Feldpost" gelaufen. Hier firmiert als Besitzer bereits Josef Fuchs. - s. DOWNLOAD zur Wirtefolge

Stichwort WASSER
Wasser im Schwarzwald hat oft eine überragende Trinkwasserqualität und spielt eine wichtige Rolle als Transportmittel (z.B. Flößerei) und Energielieferant (Mühlen) und nicht zuletzt in der Erscheinungsform heilender Quellen. Im frühen 19. Jahrhundert entwickelte sich um die gesundheitsfördernde Wirkung des mineralreichen Schwarzwaldwassers eine touristische „Bäder – Kultur“. 1817 kaufte Alois Koch die „Brügglewirtschaft zum Sternen“ (wie das heutige BAD seinerzeit hieß) und errichtete 1822 ein Badhaus, das dann sukzessive ausgebaut wurde (siehe Bilder).
Aufschlussreiche Informationen + informative Bilder zur Wirtefolge im Bad UNBEDINGT DOWNLOADEN (auf dieser Seite ganz unten)!

Der berühmte Schriftsteller-Pfarrer Hansjakob war 1885 in Eisenbach unterwegs und schrieb über das „eisenhaltige Mineralbad Eisenbach“ in seiner typischen Art: ...„Früher zogen nur die Kranken im Sommer auf den Wald… jetzt machen die Gesunden vorzugsweise Kuren, aber die wollen nur Luft und Wald in romantischer Lage…“

Eine Besonderheit ist das gute Wasser in Eisenbach und speziell im Bad noch heute. Denn im Gasthaus Bad fließt das säuerlich-schmackhafte Quellwasser direkt aus dem Berg (siehe unten, BERGBAU) in den Ausschank der Gaststube. Sie trinken hier also das getestete "Positivwasser" DIREKT VON DER QUELLE !!
Von 1904 bis 1969 wurde vom Hotel-Gasthof Bad eine Mineralwasserfabrikation mit Abfüllanlagen betrieben. Hubert Wurtshorn erinnert sich noch an zwei der klingenden Namen: "Oralon" hieß die Orangenlimonade und "Peng" das Cola.

Letzte Relikte aus der Blütezeit Badischer Heilbäder hielten sich noch bis 1955. Erst bei der Übernahme entfernte Rolf Wursthorn die letzten Holzbadewannen, Spiralen, Metallleitungen und Sauerstoffanschlüsse. Er kann heute noch zeigen, an welcher Wand die Wannen standen (siehe unter STREIFZÜGE, Navigation rechts). Für weitere Informationen zur Bad- und Wirtegeschichte sollten Sie nicht versäumen den DOWNLOAD unten auf dieser Seite zu öffnen.

Stichwort BERGBAU (zum Stichwort ZOLLSTATION bitte im Kapitel WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN nachlesen)
Der Bergbau hatte in Eisenbach eine wechselvolle Geschichte - er gab wahrscheinlich zuerst dem gleichnamigen Bach und dann der Siedlung den Namen. Es wurde Brauneisenstein abgebaut, Eisen- und Manganerze. Wegen verschiedener Probleme (schmale, kurze Erzgänge, sog. "Trümmerbildung", ungünstige Verteilung) war der Abbau letztlich nicht lohnenswert und wurde schließlich eingestellt.
Weiteres zu Thema Bergbau finden Sie beispielsweise in der fulminanten Eisenbacher Chronik "Auf dem Hohen Wald", erhältlich beim Bürgermeisteramt.
Bild vergrößern Dieser Bergbaustollen aus dem Mittelalter mündet direkt im Magazin des Gasthaus BAD. Hier fließt noch heute das bekömmliche Bergwasser,
Bild vergrößern welches direkt nebenan im Gastraum ausgeschenkt wird. Der Stollen ist leider nicht öffentlich zu besichtigen. So sähe übrigens der "Einstieg" aus.

Eine Rarität im "Bad"

Die mächtige Schwarzwalduhr des Gasthaus Bad wird von Richard Menke, dem Uhrenexperten aus Freudenstadt, in einem kenntnisreichen Aufsatz beschrieben. Diesen können Sie komplett im Download (unten) nachlesen.Ein herzliches Dankeschön an den "Uhrendoktor" Menke!
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Bild vergrößern Johann Baptist Beha (Bild links) baute 1864 diese einmalige Weltzeituhr persönlich hier ein.
Bild vergrößern 2012 musste das wertvolle Präzisionsgerät nach einem Wasserschaden in seine Einzelteile zerlegt werden. Ein Job für den nur Richard Menke in Frage kommt - daher auch "Uhrendoktor" genannt.
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Bild vergrößern Dies ist das Original-Laufwerk von 1864. Mittels des dünnen Drahtes an der Platine und einem Zuggewicht von 1,5 Kilogramm wird das 65 kg schwere Pendel bewegt – ein Wunderwerk.
Bild vergrößern Fast wieder alles "heil" - Bad“-Wirt Hubert Wursthorn und Uhrenexperte, Richard Menke, freuen sich sichtlich, dass die schöne „Beha – Standuhr“ bald wieder läuft.

Bilder

Ansicht um 1895
Diese Ansichtskarte ist am 21. Januar 1905 gelaufen
Die St. Benediktkapelle...neben dem Badehause... hat eine wechselvolle Geschichte. Um ihre Errichtung musste gekämpft werden. Das Konstanzer Generalvikariat unter Heinrich von Wessenberg sah zunächst keinen Grund, dem Bau ...
... zu zustimmen. Die Bad-Anstalt hielt Wessenberg überdies für eine kurzlebige Erscheinung - er hat sich getäuscht. Auch die Kapelle wurde 1823 gebaut. Diese Illustration hier stammt aus einem Reiseführer von 1910. Als Wirt zeichnet J. Fuchs, ....
Vor Josef Fuchs (von dem Fam. Wursthorn das Bad übernahm) soll ein gewisser Rosenstock gewirtet haben, so dass...
... da noch 1888 Albert Burger als Wirt genannt wird (siehe DOWNLOAD zur Wirtefolge), der Emil Schlatterer aus dieser Annonce als Wirt in der Zeit zwischen Burger und Fuchs gewirkt haben muss.
Annonce im Badischen Heilquellenführer von 1903 - zu dieser Zeit hatte für das Bad die Fuchs-Ära wohl noch nicht begonnen. Denn dieser stand grundsätzlich auf jeder Anzeige oder Ansichtskarte mit seinem Namen.
Beim Gasthof Pension Bad alter Stolleneingang (Mineralbrunnen). Ursprung Eisenbacher Perlquelle - steht im Werbeprospekt der 1960er Jahre.
... es ist unschwer zu erkennen, welches in jener Zeit (1960er) das beliebteste KFZ war.
Damals standen in den deutschen Wohnzimmern noch die Nierentische...
... und auch in diesem Bild atmet das komplette Interieur, bis hin zu den Aschenbechern, den Geist der 1960er.
Die Lampen (Bild rechts unten) sind zwar noch die gleichen, doch dürfte diese Ansichtskarte Mitte 1970er datieren.
Katalog der Firma Johann Baptist Beha und Söhne...
Diese Traditionsgasthäuser lauf dem Höchst gibt es nicht mehr - ganz rechts der ehemalige Hirschen, gegenüber das rechtwinklige Haus war das Gasthaus Kreuz.
... um 1900.