Startseite zum Kontaktformular zum Menü
Historische Gasthäuser
Kirchzarten-Zarten
Landgasthof Bären
Kontakt zum Gasthaus

Rolle in der Geschichte



An der großen Verkehrsstraße von Freiburg über Neustadt ins Schwabenland gelegen hatte der "Bären" eine wichtige Rolle als Poststation. Für die Linien nach Neustadt und Schönau war die Reichspost zuständig, für beide war der Bären Haltestation. Daneben unterhielt der Bärenwirt noch die Privatpost nach St. Peter und war Haltepunkt für die (ebenfalls private) Postlinie, die aus St. Märgen kam und vom dortigen Hirschenwirt betrieben wurde. Unten beschreibt der zwischenzeitlich verstorbene Freiburger Volkskundler Karl Motsch Die alte Posthalterei in Zarten, also den heutigen Gasthof Bären.
Bild vergrößern Zum Vergrößern jeweils anklicken...
Bild vergrößern
Bild vergrößern
Bild vergrößern Das jahrhundertealte Grundmauerwerk

Auf dem Luftbild (oben links) des Bärenensembles ist links vorne das ehemalige Bader- oder Schererhaus zu sehen in dem später auch die Post untergebracht war

Das "Scheerhüsli" war der frühere Friseursalon des Dorfes. Direkt dahinter befand sich das Badehaus, eine öffentliche Badestube. Die Zartener Badestube ist wie jene in Burg und Kirchzarten seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Nach dem 30jährigen Krieg wird ein Oswald Steinhart als Bader genannt. Der Bader, war außer seiner Aufgabe als "Bademeister" gleichzeitig auch der Friseur (Scherer) und "Chirurgus". Er führte also kleine Operationen durch, zog Zähne und behandelte allerlei Gebrechen. Diese Vermischung von drei Berufen, die uns Heutigen den Schweiß auf die Stirn treiben würde, war im Schwarzwald noch bis vor wenigen hundert Jahren gang und gäbe. Lesen Sie dazu den Aufsatz Badstuben vor 400 Jahren im Schwarzwald des bereits zitierten Volkskundlers Motsch im Kapitel Weiterführende Informationen.

Wertvolle Hinweise gab auch für dieses Kapitel der Heimatforscher und Geschichtskenner Franz Asal - ein herzliches Dankeschön!
Bild vergrößern Wie bereits der historische Ausleger...
Bild vergrößern andeutet spielte der "Bären" seit jeher auch eine Rolle bei den bescheidenen "Vergnügungen" im Dorf. Oben: Theateraufführung Anfang der 1930er Jahre


Im alten Schwarzwaldgasthaus gehören sie zur Tradition, die handgeschnitzten Lampenverzierungen. Meist werden Berufe oder volkstümliche humorvolle Szenen, passenderweise häufig mit Gasthausbezug, dargestellt. Die Lampe über dem Stammtisch im "Bären" ist mit einem sehenswerten Pflug verziert der anzeigen mag, dass sich hier die Landwirte regelmäßig zum Stammtisch trafen.
Bild vergrößern Die "Bären - Birgitt". Schwarzwälder wissen, dass die Dame so heisst weil sie den Gästen "s` Bier gitt" ... und dem Gast nebenan bereitet der von Bi(e)rgitt gereichte Hopfentrunk sichtliches Wohlbehagen.
Bild vergrößern
Bild vergrößern Selten gesehenes altes Fixierbild: es verändern sich die religiösen Motive (hier der hl. Geist als Taube)
Bild vergrößern Über die ununterbrochene "Bären" - Wirtefolge seit 1502 informiert eine Tafel, die zum 500jährigen Jubiläum im Jahr 2002 erstellt wurde. Familie Steinhart, die seit 1633 hier wirtet, bekennt sich darauf zur althergebrachten schwarzwälder Gastlichkeit.

Bild vergrößern Zu den Entdeckungen gehört der Gewölbekeller des Gasthauses. Er wurde gekonnt renoviert und modernisiert.
Bild vergrößern Nun kann er als Gastraum genutzt werden, repräsentiert aber nach wie vor ein Stück älteste Bausubstanz des "Bären".

Bilder